Interkulturelle Kompetenzen im Team fördern

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Die frühzeitige kulturelle Sensibilisierung des Teams und die Förderung von Kompetenzen von Mitarbeitenden hilft dabei, Missverständnisse in der Zusammenarbeit mit internationalen Kolleginnen und Kollegen zu vermeiden und erfolgreich zu kommunizieren.

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Interkulturelle Trainings

Interkulturelle Trainings haben sich als effektives Mittel etabliert, um Beschäftigte gezielt auf die Herausforderungen diverser Teams und somit auch auf internationale Kolleginnen und Kollegen vorzubereiten.

Durch interkulturelle Trainings können Sie das Bewusstsein für kulturelle Unterschiede schärfen. Doch sie zielen im Grunde auf eine generelle Sensibilisierung für unterschiedliche Sicht- und Verhaltensweisen sowie Kommunikation von Menschen ab. Sie helfen Teilnehmenden, von der eigenen Mentalität abweichende Werte, Verhaltensweisen und Kommunikationsstile besser zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.

Typische Inhalte interkultureller Trainings sind:

  • Vermittlung von Grundlagenwissen zu den Themen „Kultur“ und „Kommunikation“

  • Sensibilisierung für eigene (kulturelle) Prägungen und deren Einfluss auf das Verhalten

  • Entwicklung von Strategien zur Konfliktlösung und zum Umgang mit (kulturellen) Missverständnissen

  • Praktische Übungen zu Wahrnehmung und Beurteilung von Situationen, Perspektivwechsel und Kommunikation

  • Förderung von Offenheit, Empathie und Respekt im Umgang mit anderen Menschen

In Sachsen existieren verschiedene Anbieter, die Workshops zur interkulturellen Sensibilisierung durchführen. Zu den bekannten öffentlichen Anbietern zählen unter anderem Wirtschaft für ein Weltoffenes Sachsen e. V., ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V. und das Netzwerk für Demokratie und Courage e. V. (NDC).

Einfache Sprache

Gerade wenn Sie Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen beschäftigen, kann die Einfache Sprache eine Brücke bauen. Einfache Sprache richtet sich unter anderem an Personen, die Deutsch als Fremdsprache lernen und Ihre Sprachkenntnisse stetig verbessern.

Sie können Ihre internationalen Mitarbeitenden beim Deutschlernen unterstützen, insbesondere beim Verstehen der Alltags- und Fachsprache. Stellen Sie wichtige Informationen in Einfacher Sprache zur Verfügung, z. B. Arbeitsschutz-Anweisungen.

Bei der Formulierung können Ihnen KI-basierte Tools eine Hilfe sein, die es auch speziell für die Übersetzung in Einfache Sprache gibt.

Angebote und Schulungen zur Einfachen Sprache von Expertinnen und Experten finden Sie z. B. beim Büro für Leichte Sprache bei der Lebenshilfe Sachsen e. V. oder dem Kompetenzzentrum Leichte Sprache und Einfache Sprache beim LSJ Sachsen e. V.

Im Folgenden erhalten Sie einen ersten Einblick in die Verwendung von Einfacher Sprache.

Richtlinien für die Verwendung von Einfacher Sprache:

  1. Sprechen Sie langsam und deutlich, aber nicht lauter als gewöhnlich.

  2. Wiederholen Sie Gesagtes und lassen Sie ausreichend Zeit zum Antworten.

  3. Benutzen Sie leicht verständliche und bekannte Wörter.

  4. Benutzen Sie immer die gleichen Wörter für die gleichen Dinge.

  5. Benutzen Sie kurze Wörter. Trennen Sie komplexe Wörter, z. B. zusammengesetzte Wörter durch Bindestriche.

  6. Verwenden Sie kurze Sätze und einen einfachen Satzbau. Vermeiden Sie komplizierte Grammatik.

  7. Schreiben Sie Abkürzungen aus oder erklären Sie diese bei der ersten Verwendung.

  8. Weisen Sie auf Fachwörter hin und erklären Sie diese bei der ersten Verwendung.

  9. Vermeiden Sie Redewendungen, bildliche Sprache und Ironie.

  10. Vermeiden Sie Dialekt und erklären Sie regionale Ausdrücke.

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