In einigen Ausbildungsberufen absolvieren Sie Ihre Ausbildung an einer Berufsfachschule. Dann brauchen Sie keinen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen. Anerkannte Berufsabschlüsse im Rahmen einer schulischen Berufsausbildung können für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen oder auch seltene handwerkliche Berufe erworben werden.

Ablauf der schulischen Berufsausbildung
Sie besuchen die Berufsfachschule in Vollzeit und ergänzen diese durch Praxisphasen in geeigneten Unternehmen und Einrichtungen. Die Dauer der Berufsfachschul-Ausbildung mit anerkanntem Abschluss beträgt in der Regel 2 bis 3 Jahre. Mit dem Bestehen der Prüfung erlangen Sie einen staatlich anerkannten Abschluss und dürfen die Berufsbezeichnung offiziell führen.
Voraussetzungen für eine schulische Berufsausbildung
Für den Zugang zu vielen schulischen Ausbildungen wird ein Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss verlangt. Für die Anerkennung ausländischer Schulabschlüsse ist das Landesamt für Schule und Bildung zuständig. Im Bereich Gesundheit und Pflege ist zudem eine gesundheitliche Eignung erforderlich. Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 (GER) – in einigen Fällen auch C1 – werden vorausgesetzt, da vor allem in der theoretischen Ausbildung Fach- und Bildungssprache verwendet wird.
Lesen Sie mehr über die Voraussetzungen für das Visum bzw. die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis zur Berufsausbildung im Bereich Visa.
Vorteile der schulischen Berufsausbildung
Eine schulische Ausbildung bietet den großen Vorteil, einen direkten Zugang zu Berufen im sozialen, medizinischen oder kreativen Bereich zu erhalten. Sie müssen für diese Form der Berufsausbildung keinen Ausbildungsbetrieb finden. Der Unterricht findet nur in der Berufsfachschule statt - es gibt also keinen Wechsel zwischen Schule und Ausbildungsbetrieb wie bei der dualen Berufsausbildung.
Mit Hilfe der Sächsischen Schuldatenbank können Sie Berufsfachschulen in öffentlicher oder privater Trägerschaft in Sachsen suchen.